Farmer with Horse and Plug


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Author: Hartwig HKD
Description:
A Horse called Hannes HKD Tricks gehören dazu – man darf sich nur nicht erwischen lassen… Max und Hannes hießen die beiden Zugpferde, die sein Großvater besaß als er noch ein Junge war. Auf Hannes durfte er reiten und es fühlte sich so unendlich breit und warm und wackelig an. Der Mann tippte mit dem Zeigefinger an die Fensterscheibe des Zugabteils und zeigte seinem Sohn die stämmigen Pferde, die in einiger Entfernung auf der sommerlichen Weide grasten. „So sahen sie aus, beigebraun und richtig klotzig.“ Warum der Großvater keine Pferde mehr habe, wollte der Dreizehnjährige wissen und rückte sein sommersprossiges Gesicht so nah an das Glas, dass es bei seinem Ausatmen sofort beschlug. „Die Pferde sind mit ihm alt geworden und als sie starben, hat er keine neuen mehr gekauft. Immerhin hat er noch ein paar Schafe. Er kann ja nicht ganz ohne Tiere sein.“ Der Zug lief in einen kleinen Landbahnhof ein und fuhr nach kurzem Aufenthalt wieder an. Ich blätterte in einer Zeitschrift, die jemand im Abteil hatte liegen lassen als sich die Türen zischend schlossen und sich sofort wieder öffneten, weil noch eine junge Frau mit Rucksack und in Reitstiefeln zustieg. „Ist hier noch frei?“ fragte sie noch ganz aus der Puste und der Junge nahm seine Jacke vom Sitz auf dem sie Platz nahm. Ich schmunzelte, denn die Reiterin hatte ihr langes braunes Haar zu einem straffen Pferdeschwanz gebunden und ich sah sie in meiner Vorstellung auf dem Rücken eines braunen Hannoveraners und der Schweif des Pferdes würde beim Traben im Gleichtakt mit dem ihrem hin und her schwingen. Assoziationen wie diese tauchen einfach in mir auf. Sie setzen sich zusammen aus Szenen die ich in meinem Leben bereits in ähnlicher Form erlebt habe. Und in der Tat habe ich auf zahlreichen Reitturnieren die Amazonen auf ihren Rössern traben sehen. „Wir haben gerade von Pferden gesprochen“, begann der Mann. „Sind Sie zu einem Turnier unterwegs?“ „Auf dem Weg zu meiner Freundin. Ich reite mit ihr aus.“ „Ich würde auch gern mal wieder reiten“, sagte der Mann. „Aber ich fürchte, ich bin seit zwanzig Jahren aus der Übung und die Politik lässt mir wenig Ziet. Mein Großvater hatte zwei Kaltblüter. Mit denen hat er noch gepflügt, obwohl er längst einen Traktor hatte. Er wollte fit bleiben. Reiten hält auch fit, denke ich.“ In der Tat machte die junge Frau einen durchtrainierten, energischen Eindruck und war auf eine besondere Art attraktiv, ohne im eigentlichen Sinn hübsch zu sein. Eine Athletin, die auch ein nervöses Pferd am Zügel halten konnte. Das jedenfalls ging aus ihren Beschreibungen hervor, die sie bereitwillig dem Mann gab, der in eine Energie des Flirtens gleitete. Er machte ihr Komplimente und sie gab sie charmant zurück. Und dann sprachen sie beide über den Dreizehnjährigen, dem die Angelegenheit sichtlich peinlich wurde. Er machte ein paar störende Bemerkungen, wurde aber von seinem Vater daran erinnert, sich angemessener zu verhalten. Daraufhin holte er sich Ohrhöher und MP3-Player aus der Hosentasche und klinkte sich aus. Daher hörte er wahrscheinlich nicht, dass die Reiterin sagte, sie habe im Rucksack noch eine Visitenkarte mit E-Mail und Handynummer. Sie verabschiedeten sich per Handschlag, mit einem Lächeln und langem Blickkontakt. „Ach, ja…“ Die Reiterin kramte tatsächlich ihre Visitenkarte hervor und übergab sie dem Mann.. Unangenehm war ihm nur, dass der Junge den Vorgang mitbekommen hatte, und offensichtlich drückte dieser sein schlechtes Gewissen aus als er zwei Minuten später sagte: „Bei mir achtest du immer darauf, dass ich mein Wort halte. Auf dein Wort kann sich Mama ja wohl auch nicht mehr verlassen.“ Ich blickte von meiner Zeitschrift auf, denn ich wollte die Reaktion des Mannes sehen. Er verzog keine Mine sondern sagte ruhig: „Du hast recht, mein Junge“. Er griff in seine Tasche, zog die Visitenkarte hervor, zerriss sie in kleine Stücke, und warf sie in den Abfall. Bis die beiden ausstiegen, war ihre Konversation bis auf ein paar lapidare Worte verstummt. Eine halbe Stunde saß ich allein im Abteil und entsorgte Bonbonpapier, als ich einem Impuls folgte, der mich die Schnipsel der zerrissenen Visitenkarte zusammensetzen ließ. Es war die Karte eines Steuerberaters… Die Anziehungskraft des Eros bricht alle Tabus und die heiligsten Versprechen mit den einfallsreichsten Tricks. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich rede. HKD Digital art based on own photography and textures HKD

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